Möge die Gaumenfreude beginnen: Nougat aus Montélimar, Oliven und Olivenöl aus Nyons, Trüffel, Perlhühner, Picodon, Bleu du Vercors-Sassenage, Raviole aus dem Dauphiné, Einkorn der Haute-Provence, Nüsse aus Royans, Pogne aus Romans, Suisse aus Valence, genießen Sie alles… ohne Mäßigung!


Oliven und Olivenöl

Das Olivenöl von Nyons, ein typisches Produkt: goldgelbes Öl von grün-silbernen Bäumen…Rund um Nyons liegt das nördlichste Olivenanbaugebiet Frankreichs. Eine touristische Oliven-Route führt durch Olivenhaine und zu Ölmühlen. Wir sind in den „Baronnies“, wo ein mildes Mikroklima 228 000 Olivenbäume der Sorte „Tanche“ gedeihen lässt. Ihre dicken schwarzen Früchte werden von 1000 Produzenten zu 2500 Tonnen kräftigem AOC-Öl verarbeitet, das mit dem Herkunftslabel „Huile de Nyons“ etikettiert ist. Die Oliven werden reif, also schwarz, von November  bis Januar geerntet. Die großen Früchte werden sechs Monate lang in eine Salzlake eingelegt und dann zum Aperitif serviert, aus den kleinen Oliven wird Öl gepresst.Vor Ort kann man winters den Olivenbauern bei der Ernte zuschauen und auch die eine oder andere Ölmühle besichtigen.

Empfehlenswert:
Die Vieux Moulins  in Nyons. Zwei Ölmühlen und eine Seifenfabrik aus dem 18. und 19. Jh. mit antiken Ausstellungsstücken und Kunsthandwerk. Das Institut du monde de l’olivier, um den Olivenanbau und die Ölproduktion kennen zu lernen. Besichtigung der Olivenhaine, einer modernen Ölmühle und Verkostung des Nyons-Öls/.
La Scourtinerie ist die letzte Manufaktur, die noch die »Scourtins de Provence« herstellt. Scourtins sind Filter aus Pflanzenfasern, die ursprünglich der Gewinnung von Olivenöl dienten – die zermahlene Fruchtmasse wurde zwischen diesen Matten ausgepresst. Heute werden auch dekorative Untersätze und kleine geflochtene Teppiche hergestellt.
Das Olivenfest. Im Februar findet anlässlich des neuen Olivenöls in Nyons die „Fête de l’Aliquoque“ statt, wo das frische Öl erstmals verkostet wird.




Die schwarzen Trüffel der Drôme

Der schwarze Mélanosporum-Trüffel aus der Drôme, der im Tricastin, im Tal der Drôme und an den Coteaux de Romans geerntet wird, ist der durch sein starkes wie wildes Aroma außergewöhnlich; er ist ein schwarzer Diamant. Als wertvolle Zutat verfeinert er jede Speise. Der Tricastin, Frankreichs wichtigste Trüffelregion, erstreckt sich über 68 Kommunen in der Drôme sowie 15 Kommunen in der Papstenklave. Der schwarze Melanosporum-Trüffel aus dem Tricastin stellt 60 Prozent der nationalen Produktion. Dieser wertvolle schwarze Diamant, der früher sehr oft genossen wurde, ist heute selten geworden und eine Delikatesse, die Sie in den besten Restaurants oder direkt beim Trüffelbauern genießen können. Seine besonderen Eigenschaften haben ihn zu einem einzigartigen, geheimnisvollen Produkt gemacht: sein Leben unter der Erde, sein ungewöhnlich schwarze Farbe, sein holziger Duft und sein kräftiger Geschmack.
Dieser Pilz scheint dennoch auf unserem Gebiet beste Bedingungen gefunden zu haben, um geboren zu werden und zu gedeihen: einen Baum, vorzugsweise eine Eiche, auch Trüffeleiche genannt, eine ausreichend kalkreiche Erde und ein mediterranes Klima.
Die Ernte der schwarzen Trüffel oder « cavage » erfolgt im Winter mit einem Hund, der dazu gezielt ausgebildet wurde. Der Hund markiert den Standort der Trüffel durch Kratzen am Boden. Mit Hilfe eines « fouji », eines Werkzeugs in Form einer Harke,  löst der Trüffelbauer die Trüffel aus dem Boden.
Bitte beachten Sie: Saint-Paul-Trois-Châteaux hat für die Trüffelhaine des Tricastin des Siegel « Site remarquable du goût » (Bemerkenswerter Ort des Geschmacks) erhalten.


Der Nougat aus Montélimar,eine süße Köstlichkeit aus Mandeln, Honig und Eiweiß. 

Ebenfalls in Montélimar wird Ihnen im Werkstatt-Museum von Arnaud Soubeyran das Wasser im Munde zusammenlaufen – und das ganz und gar kostenlos: Erst geht es in ein kleines Museum, danach in die Küche, wo Sie mit eigenen Augen erleben können, wie der Nougat von Montélimar und andere süße Köstlichkeiten gefertigt werden. Das kleine Museum erzählt mit überraschenden wie liebevoll gestaltete Szenenbildern und Exponaten – mit dabei: ein Bahnhof und ein Bienenstock – die Geschichte des Nougats und seiner Zutaten. Ein warmes, sympathisches Reich, das sich Besuchern geöffnet hat, um die Sinne der Kleinen wie der Großen zu sensibilisieren.


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