Ein bemerkenswertes Kulturerbe: Die Burgen und Schlösser der Drôme bieten Ihnen vorzügliche Einblicke in die Geschichte der Drôme: das Schloss von Grignan, das Burgschloss von Suze-la-Rousse, die Burg der Adhémar, der Palais Idéal du Facteur Cheval und der Bergfried von Crest.

Château de Grignan: durch Briefe berühmt

 „Ich denke andauernd an Grignan, an Euch und an Eure Terrassen mit dem wunderschönen triumphierenden Blick“ schrieb Madame de Sévigné im Jahre 1689 an ihre Tochter, die Gräfin von Grignan. Die Korrespondenz hat dem Schloss zu Berühmtheit verholfen, und heute pilgern Tausende Touristen zu dem prächtigen Renaissancebau, um den Blick von besagter Terrasse zu genießen. Zugleich kann sich der Besucher ein wenig in die Epoche der Markgräfin zurückversetzen, die vom Glanz des Sonnenkönigs Ludwig XIV. überstrahlt war.




Château de Suze la Rousse: Ein Prinzenschloss für Weinseminare

Wo die Prinzen von Oranien zur Jagd luden, wird heute über Wein doziert, denn das Burgschloss von Suze-la-Rousse beherbergt eine Weinuniversität von internationalem Ruf. Die rosa-gelben Schlossmauern ragen abweisend aus Weinfeldern empor, während im Innern ein eleganter Arkadenhof an italienische Baumeister erinnert. Die Schlosskapelle wurde zur Probierstube umfunktioniert, und in der Bibliothek können sagenhafte 3.000 Bände zum Thema Wein eingesehen werden.

 


Château des Adhémar: Kunstzentrum im Grafenschloss

Burgturm, Logis und Kapelle sind von einer mächtigen Mauer mit Wehrgang eingeschlossen und geben dem Schloss von Montélimar ein unbezwingbares Aussehen. Die Burg thront hoch über der Stadt und ist eines der seltenen Beispiele romanischer Palastbaukunst. Ein trutziges Bauwerk das von der einstigen Macht der Grafen von Adhémar erzählt. Heute ist in den Mauern ein Zentrum für zeitgenössische Kunst angesiedelt, das alljährlich fünf Ausstellungen zeigt und dabei auch jungen Künstlern eine Chance gibt.


Der ideale Palast des Briefträgers Cheval :ein surrealer Ort: ein steinerner Feenpalast…

Götter und Dämonen, Grotten, Türmchen und Minarette, das „Palais Idéal“ des Landbriefträgers Cheval in Hauterives ist ein kunterbunt zusammengewürftelter Basar der Baustile und zugleich exzentrisches Monument naiver Baukunst. Angefangen hatte alles mit einem Sturz über einen Tuffsteinbrocken, dessen Form dem zukünftigen Baumeister gefiel. Dann schuf er in 10 000 Tageswerken von 1879 bis 1912 seinen Traum von der großen Welt, mit Hindutempel, Berberburg und antikem Säulentor. Gaudí stand Pate, ebenso wie die avantgardistischen Bauten der Pariser Weltausstellungen um 1900. Jeden Sommer finden im „Palais Idéal du Facteur Cheval“ diverse Musikveranstaltungen im Herzen des Gartens im intimen Rahmen statt.

 


Der Turm von Crest

Mit 52 Metern ist der Turm von Crest der höchste Bergfried Frankreichs. Von oben eröffnet er atemberaubende Panoramablicke auf die Ausläufer des Vercors, die Voralpen des Diois, das Tal der Rhône und die Berge der Ardèche. Die klingende Atmosphäre, der beleuchtete Weg, Modelle und Archivmaterial zu den Veränderungen im Innern laden Sie ein, eines der schönsten Beispiele der mittelalterlichen Architektur zu entdecken, das erst Festung, dann Wohnburg und später Gefängnis war. Gänsehaut ist garantiert beim Abseilen von der Fassade. Für Kinder gibt es das Spiel „Die Geheimnisse des Tourmes“ – lösen Sie das Rätsel gemeinsam als Familie!