Direkt an der Rhône, der größten europäischen Nord-Süd-Route, ist Valence ein verlockendes Ferienziel. Als Präfektur und wichtigster Ort des Départements ist Valence nach 130 Minuten ab Paris der erste Halt des Hochgeschwindigkeitszuges TGV Méditerranée.

 

Die Altstadt mit ihren Einkaufsstraßen für Fußgänger, ihren schattigen, mit Terrassencafés gesäumten Plätzen und ihren schönen Häusern mit pastelfarbenen Fassaden haben den Charme von einst bewahrt. Als Flaneur und Entdecker stehen Sie vor der Cathédrale St-Apollinaire, dem ältesten Bauwerk der Stadt. Wenig weiter bedecken Statuen und anderer Zierrat die Fassade der « Maison des Têtes » (Haus der Köpfe) und der erstaunlichen « Maison Mauresque » (Maurisches Haus), Zeugin der Orient-Begeisterung des 19. Jahrhunderts. Valence birgt auch ein Kunst- und Archäologie-Museum, kürzlich erweitert und modernisiert, ein kleines Theater nach italienischem Vorbild und das Zentrum des armenischen Kulturerbes – jeder zehnte Einwohner Valencias hat armenische Wurzeln. Seine Einstufung als  » Ville d’art et d’histoire »»hat es daher mehr als verdient. 




Weitaus überraschender: 17 Kilometer lang durchziehen offene Kanäle die Stadt und verleihen Valence eine ländliche Atmosphäre, die Familien für Spaziergänge schätzen. Acht Grünanlagen bedecken zehn Prozent der Stadtfläche. Wichtigste grüne Oase ist der 7 Hektar große Parc Jouvet mit seinen hundertjährigen Bäumen aus aller Welt. Oberhalb erhebt sich auf dem Champ de Mars der berühmte « Kiosk der Verliebten » von Peynet (unter Denkmalschutz), 1942 eines Abends vom berühmten Illustrateur auf Hochglanzpapier verewigt.  
Dank seiner strategischen Lage am Ufer der Rhône besitzt Valence mit dem Port de l’Epervière (Pavillon Bleu d’Europe) den größten französischen Binnenhafen für Freizeitskipper. Perfekt ausgestattet, lockt er sonntags zahlreiche Spaziergänger und Sportler an.  


 

Die Feinschmecker unter Ihnen besuchen sicherlich das berühmte  Restaurant von Anne-Sophie Pic***, der einzigen Dreisterneköchin Frankreichs im Michelinführer. Zur Maison Pic haben sich heute zwei weitere Sterneköche gesellt, Isichi Masachi* von La Cachette und Baptiste Poinot* vom Restaurant Flaveurs. Sie verarbeiten mit Leidenschaft all die guten frischen Produkte der Region, die der ganze Stolz des großen Wochenmarktes am Samstag Morgen auf Place des Clercs sind.        
Reisen Sie nicht ab, ohne den « Suisse » gekostet zu haben, die Spezialität der Stadt aus Mürbteig und Orangenschale. Lassen Sie sich seine Geschichte von der Maison Nivon erzählen, die ihn seit 1856 nach einem Traditionsrezept bäckt.